Unsere Methode: Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie soll nach der American Association of Behavior Therapy menschliches Leid lindern und die Handlungsfähigkeit erweitern, eine Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.

In der Verhaltenstherapie geht man von auslösenden Faktoren für ein Problem aus sowie Bedingungen, die ein Problem aufrechterhalten. Daraus folgende Konsequenzen werden beleuchtet.

Gemeinsam mit Kindern/ Jugendlichen (und der Familie) werden Therapieziele entwickelt, die während der Therapie immer wieder überprüft werden.

Charakteristisch für die Verhaltenstherapie ist, dass sie sich auf das Hier und Jetzt statt auf vergangene Handlungsdeterminanten ausrichtet. Die Behandlungsstrategien orientieren sich individuell an dem Kind/ Jugendlichen.

Behandlungsspektrum
  • anhaltende Traurigkeit, Depression
  • psychosomatische Beschwerden wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel sowie auch Bearbeitung von Folgen chronischer Erkrankungen
  • Folgen von Trennungen
  • Ängste wie Schulangst, Angst vor dem Einschlafen, Angst im Kontakt mit anderen Kindern
  • Zwangsstörungen verbunden mit immer wiederkehrenden Gedanken (z.B. Gewaltphantasien) oder Handlungen (Waschzwang)
  • Essstörungen wie Magersucht, Bulimie, Binge Eating
  • Schlafstörungen und Albträume
  • Lern-, Arbeits- und Konzentrationsstörungen sowie das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADHS und ADS
  • aggressives Verhalten gegenüber anderen und sich selbst gegenüber (wie Ritzen und andere Formen von Selbstverletzungen)
  • dissoziales Verhalten, wie Schule schwänzen, Weglaufen, Lügen, Stehlen
  • Traumatisierung durch Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch
  • Bettnässen
Was bewirkt Verhaltenstherapie?
  1. lernen zu verstehen, weshalb sich eine Krise entwickelt hat
  2. Erarbeiten von Strategien zur Problemlösung
  3. konkrete Aufgaben zur Verhaltensbeobachtung oder Durchführung dienen dazu, Verhalten zu erproben
  4. lernen, sich besser zu entspannen, Aneignen neuer Einstellungen und Verhaltensmuster
  5. Erlernen wirksamer Strategien, um sich nach Ende der Therapie selbst helfen zu können in kritischen Situationen

Kostenerstattung

Die Art des Kostenerstattungsverfahrens richtet sich je nach Standort. Hier können Sie sich über die Möglichkeiten informieren:

Das Besondere an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in unserer Praxis ist:
in Zusammenarbeit mit den Eltern, Kontaktaufnahme zu anderen Bezugspersonen des Kindes (Erzieher, Lehrer, Betreuungspersonen), bei Kindern mit Schulproblemen (Konzentrationsstörungen, soziale Probleme) Kooperation mit den Lehrern.
 Nach Absprache kann auch eine Hospitation in einer Schulstunde erfolgen. Einsatz von Videoanalyse in der Therapie.

Wie ist der Ablauf ?

Die Therapie findet in Form von Einzelsitzungen statt. Bei der Therapie von Kindern und Jugendlichen finden in regelmäßigen Abständen zusätzlich Elterngespräche statt; manche Sitzung wird auch mit Kind und den Eltern gemeinsam durchgeführt.

Es werden in den ersten 5 Stunden (probatorische Sitzungen) Ziele definiert, Diagnostik angewandt sowie in der Anamnese der Entwicklungsverlauf des Kindes erhoben.

Ferner wird die Dynamik von Problemsituationen anhand einer Analyse (kindgerecht) erläutert.

Die Sitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich statt und dauern 50 Minuten. Es sind nach Absprache auch Samstags-Termine möglich.

 

Nach den fünf Sitzungen wird bei Fortsetzung der Therapie ein Bericht an die Krankenversicherung formuliert, um weitere Stunden genehmigen zu lassen.

Es gibt die Möglichkeit der

  1. Kurzzeittherapie (bei Kindern und Jugendlichen 25 Std. zzgl. 6 Std. für die Bezugsperson)
  2. Langzeittherapie (bei Kindern und Jugendlichen 45 Std. zzgl. 11  Std. für die Bezugsperson)

 

Die beantragte Stundenzahl dient lediglich als Kontingent. Es werden nicht immer alle Stunden in Anspruch genommen.
Der Ablauf der Therapie orientiert sich an der individuellen Zielvereinbarung und wann diese erreicht ist. Es werden nicht immer alle Stunden in Anspruch genommen.
Der Ablauf der Therapie orientiert sich an der individuellen Zielvereinbarung. In der ressourcenorientierten Arbeit wird immer wieder überprüft, wie weit man sein Ziel schon erreicht hat.

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Zusatzprogramm

Triple P Training (Positive Parenting Program)

Das Triple P Programm (Positives Erziehungsprogramm) wurde in Brisbane (Australien) durch Matthew Sanders und Mitarbeiter an der Universität von Queensland am dortigen Parenting and Family Support Center als positives Erziehungsprogramm entwickelt. Das Programm stützt sich auf eine 30 jährige Forschung und ist darauf ausgerichtet, ganz allgemein die Beziehung zwischen Eltern und Kindern grundlegend zu verbessern.

Triple P ist für alle Eltern.

Vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen: innerhalb der Familie treten Fragen oder Schwierigkeiten auf, der Erziehungsalltag gerät ins Stocken. Oder er eskaliert vielleicht sogar auch schon mal in kniffligen Situationen.

Triple P hilft Eltern wieder ein richtiges Gespür für das Verhalten und die Beziehung zu ihren Kindern zu finden. Manchmal bedarf es nur kleiner Veränderungen, um die Lage im Familienalltag wieder zu verbessern und schwierigen Situationen vorzubeugen. In diesem Kurs erlernen Sie wichtige Erziehungsfertigkeiten, um eine gute Beziehung zu Ihrem Kind zu fördern und mit problematischen Situationen umzugehen. Bei dem Triple P sind Lob und Anerkennung genauso wichtig wie ein konsequentes Setzen von Grenzen bei unerwünschtem Verhalten. Gemeinsam werden Deeskalationsstrategien erarbeitet, die sich v.a. schnell und unkompliziert umsetzen lassen können.

Weitere Informationen zu Triple P finden Sie auf der www.triplep.de.

Ablauf

Die Kurse gliedern sich in vier Doppelstunden. Die Sitzungen bauen aufeinander auf. Nach dem Training folgen drei individuelle Telefonkontakte á 20 Minuten (pro Woche ein Telefonat).

Sitzung 1:

Positive Erziehung

In dieser Sitzung werden die Basisvariablen von Triple P thematisiert. Was versteht man unter Positiver Erziehung? Erläuterung des ressourcenorientierten Modells. Diese Sitzung bildet die Basis für die weiteren Sitzungen.

Sitzung 2:

Förderung kindlicher Entwicklung

In dieser 2. Sequenz geht es darum, die Beziehung zum Kind zu stärken. Wie kann trotz belasteter Situation die Beziehung zum Kind gefördert werden?

Sitzung 3:

Umgang mit Problemverhalten

Der Inhalt der 2. Sitzung ist unabdingbar notwendig für die 3. Sitzung. Die Förderung der Beziehung zum Kind ist die Basis, um auch mit schwierigen Situationen besser umzugehen.

Individuelle verhaltenstherapeutische Strategien helfen dabei, herauszufinden, welche Möglichkeiten für die eigene Familie am meisten geeignet sind.

 

Sitzung 4:

Vorausplanen

In der 4. Sitzung, dem Vorausplanen, geht es darum, die angewendeten Strategien aus den letzten Sitzungen zu verwenden, um für Eskalationssituationen vorauszuplanen.

 

Sitzung 5-7:

Einsatz von Erziehungsroutinen (Telefongespräche)

In den Telefonaten haben die Eltern die Möglichkeit, sich weiterhin auszutauschen über die momentane familiäre Situation und die Anwendung der Strategien weiterhin zu beobachten.

 

Mehr dazu finden Sie unter http://www.triplep.de/pages/infosfuereltern/beratung___kurse/triplep_gruppentraining.htm

Euthyme Verfahren: Die Kleine Schule des Genießens (IFKV, Bad Dürkheim)

Haben Sie schon einmal überlegt, woran Sie der Duft von Vanille erinnert? Oder welche Assoziationen sie mit dem Meeresrauschen verbinden?

Diesen Gedanken können Sie in der von Rainer Lutz initiierten “Kleinen Schule des Genießens” nachgehen. Positive Sinneseindrücke bzw. Erfahrungen sollen hier verstärkt bzw. gefördert werden. Die Kleine Schule des Genießens spricht durch ganz unterschiedliche Sinneseindrücke emotionales Erleben und Lernen an. Es werden soz. „am eigenen Leib“ verschiedenste Sinnerfahrungen gemacht. Pia Glitz, die die Schule des Genießens bei Rainer Lutz selbst kennenlernen durfte, praktiziert diese Sinne-und-Spüren-fördenden Methoden ganz individuell abgestimmt auf ihr Kind. Es geht in diesem Workshop darum, nach dem Prinzip der Achtsamkeit verschiedene Sinne anzusprechen und sich auf unterschiedliche Materialien einzulassen: Genießen darf bzw. soll sogar wieder neu gelernt werden. Da Genuss an die Sinne gebunden ist, soll das emotionale Gefühlserleben so gefördert werden. Gerade bei Depressionen hat dieses Verfahren schon vielversprechende Erfolge gezeigt.